CX LOUNGE Transkript #28

„Sei innovativ, hör auf deine Kunden“ – CX bei Vaillant

Zusammenfassung der Folge

Firmengründer Johann Vaillant war seiner Zeit voraus. Er wusste nämlich bereits im Jahr 1874, worauf es wirklich ankommt, um eine exzellente Customer Experience zu bieten: „Sei innovativ, hör auf deine Kunden.“ Diesem Motto ist Vaillant seither treu geblieben und hat es so zu einem der führenden Hersteller von Wärmepumpen in Europa geschafft. Wie genau aber nun „Innovation“ und „den Kund:innen zuhören“ 150 Jahre später bei der deutschen Traditionsmarke aussieht, verrät uns unser Gast Dr. Tillmann von Schroeter, Geschäftsführer Vaillant Deutschland.

Sprecher:
Kai Vorhölter x Dr. Tillmann von Schroeter

[0:02] Herzlich Willkommen in der CX Lounge, der Customer Experience Talk mit Kai Vorhölter, CEO und Gründer von Portneo.

Kai Vorhölter:
[0:11] Dinge anders anzugehen, er hat dann unser Hase aus dem Ei, was ja erstmal schon auch eine nicht alltägliche Kombination ist und damit eins der ersten Markenlogos genommen und damit skaliert. Also er hat einfach den Mut gehabt, neue Wege zu gehen und ich glaube, das treibt uns weiter an, sei es jetzt bei den Wärmepumpen, wir sind die Ersten im Massenmarkt gewesen, die jetzt natürliche Kältemittel genommen haben, aber auch andere Sachen, also da den Mut zu haben, die Dinge anders zu machen, ich glaube, das ist eins.

Tillmann von Schroeter:
[0:43] Und ich glaube, das Zweite ist mit den Kunden, ich glaube, wir haben schon immer ein Gefühl gehabt, ich meine, wir sind hier in einer Bergischen Stadt, da ist eine ehrliche Kultur, man ist auf Augenhöhe und wir sind hier immer offen gewesen, offenes Haus, wir haben hier sehr viele Kunden, die immer kommen und da im Dialog zu stehen, weil aus jedem Gespräch, wir können nur, wenn wir zuhören, lernen und deswegen mit Augenhöhe auf unseren Kunden zu sein, ist seit jeher DNA und uns super wichtig.

Kai Vorhölter:
[1:16] Ja, herzlich willkommen zu einer weiteren Folge der CX Lounge. Heute sind wir in Remscheid bei einer der absoluten Industrie-Ikonen Deutschlands, nämlich Vaillant. Und ich bin heute im Gespräch mit Tillmann von Schroeter, Geschäftsführer Vaillant Deutschland. Grüß dich.

Tillmann von Schroeter:
[1:34] Ja, herzlich willkommen hier in unserer Expo.

Kai Vorhölter:
[1:37] Ja, wunderschöne Setting für die, die uns auf Video nachher folgen werden. Also man kann eure Geschichte atmen. Ich meine, es sind jetzt 150 Jahre werdet Ihr dieses Jahr.

Tillmann von Schroeter:
[1:48] Ja, ja. Und wir sind hier mit an der Wiege. Also hier wurde auch viel, viel Kupfer schon gebogen, da wo wir sind, bevor wir jetzt hier unsere Expo hier gebaut haben.

Kai Vorhölter:
[1:57] Stark. Ja, man spürt es irgendwie. Bevor wir ganz viel über Vaillant zu sprechen kommen, magst du dich kurz mal ein bisschen vorstellen, wer du so bist?

Tillmann von Schroeter:
[2:05] Ja, also Timmer von Schroeter. Ich bin als Familienmensch sehr happy in einem Familienunternehmen. Also mit meinem ersten Sohn bin ich damals aus der Beratung hier in den deutschen Mittelstand und jetzt seit knapp 20 Jahren, denke ich, kann man hier super gestalten. Macht mir Spaß. Es hat auch meiner Familie viel Spaß gemacht. Das kann man gut verbinden. Ich habe jetzt vier Kinder und das ist, glaube ich, eine gute Symbiose. Schöne Dinge für die Energiewende zu schaffen und das hier in einem Setup, was gut und Spaß macht vor den Toren von Köln.

Kai Vorhölter:
[1:37] Ja, wir hatten es ja im Vorgespräch auch ein bisschen gehabt, die Branche hat sich ja so dermaßen gewandelt. Buchstäblich vom Kellerkind, glaub, hattest du so irgendwie auch gesagt, hin zu richtig Hotshit, wenn man es mal so sagen darf.

Also etwas, wo sich die Leute gern und intensiv mit auseinandersetzen und es hat wahrscheinlich nochmal einen Riesenspin auch gegeben.

Tillmann von Schroeter:
[2:56] Ja, auf jeden Fall, auf jeden Fall. Also damit, als wir dann Pariser Abkommen unterzeichnet haben, war klar, so jetzt geht es um die Wärmewende, weil, ja, muss man sagen, also…

Ich benötige am meisten Energie als Person zu Hause für Warmwasser und die Heizung. Und das tun die allermeisten Deutschen. Und wenn man da was tun will als Privatperson, geht es an den Heizungskeller. Und es geht darum, die Wärme nachhaltiger zu machen, erneuerbare Energien zu nutzen, effizienter zu werden, zu digitalisieren. Und wir haben eine rasante Agenda hingelegt seit 2017. Und es macht richtig Spaß, diese ganze Transformation zu gestalten.

Kai Vorhölter:
[3:33] Absolut, das können wir vorstellen. Und bevor wir aber auf die konkrete Agenda zu sprechen kommen, frage ich meine Gäste immer ganz gern für den Start, weil es geht ja um Customer Experience in unserer Sendung, unserer Show, nach einem persönlichen Moment, wo du auch mal gesagt hast, hey, das war ein cooles Erlebnis, vielleicht ganz bewusst außerhalb der Heizungsbranche. Fällt dir was ein?

Tillmann von Schroeter:
[3:56] Ja, also ich war vor drei Wochen in Rotterdam und das fand ich cool. Also eh eine coole Stadt, aber von dem Stadtansatz. Eine Stadt, die das Urban Erlebnis zelebriert. Also neben dem, dass man jetzt vom Fernsehturm nicht nur da runterschauen kann, sondern runterklettern kann, bauen jetzt neben der Markthalle gerade ein Riesending, um Wellen reiten zu können. Und diese Urban Jungle, das Urban Erlebnis, das organisiert die Stadt für die Menschen in der Stadt. Das fand ich wirklich einen coolen Ansatz. Wie denke ich Stadt anders? Und da radikal holländisch, da steht eh Rotterdam für. Das fand ich cool, das fand ich inspirierend.

Kai Vorhölter:
[4:40] Schön. Auch mal, ich habe die Frage ja gern, weil das so ein bisschen auch so ein natürliches verbindendes Element durch die Sendung ist, aber über das Thema generell Stadt und Stadtentwicklung hat noch keiner gebracht. aber finde ich ein schönes Beispiel.

Tillmann von Schroeter:
[4:53] Ja, hat mich getriggert, weil das einfach ein anderer Ansatz ist, den Menschen gegenüber. Es ist jetzt nicht nur touristisch und den Zug und den, sondern wie mache ich das Erlebnis in der Stadt?

Kai Vorhölter:
[5:04] Naja, es geht vor allen Dingen trotzdem auch ein Visionsbild zu haben über wie orchestriere ich Erlebnisse. Wo will ich da hin? Und tatsächlich ist es leider so, dass ich finde, vielen deutschen Städten oder Kommunen oder generell der Politik fehlt da oft so ein bisschen dieses Visionsbild. Da denke ich mir manchmal, das ist gar nicht so schlecht in China mit ihren Fünfjahresblenden, weiß zumindest immer, wo man hinlaufen will jetzt die nächsten Jahre. Aber da werden wir bestimmt auch noch zu kommen, weil natürlich das Ganze, das Thema Gesetzgebung und wie das euren Markt beeinflusst, ist natürlich schon auch ein sehr, sehr großes Thema. Vielleicht noch ein paar Worte, warum hat es dich in der Energiebranche verschlagen? Also aus heutiger Sicht wissen wir es eine super Spannende, aber war es das familiäre allein oder gab es noch andere?

Tillmann von Schroeter:
[5:46] Ja, also ich glaube. Ich komme aus einem halbschwäbischen Haushalt und ich habe in mir so ein paar hedonistische Strukturen. Spaß haben ist mir super wichtig und wenn man Halbschwabe ist und Spaß haben will, muss man mit seinen Mitteln am meisten Spaß effizient haben. Und deswegen, wie komme ich denn am weitesten, wenn ich jetzt ein E-Auto habe oder wie kriege ich die meisten Kilometer hin und wie bekomme ich eigentlich mit meinen Mitteln am meisten Spaß? Ich glaube, das triggert mich als Person an sich. Und dann – ich habe Wirtschaftsingenieurwesen studiert, mit Elektrotechnik teil – war dann gerade fertig, als die Strommärkte liberalisiert wurden. Und da war sehr viel, wie geht es eigentlich mit Energie weiter? Das war der Startpunkt. Und dann war irgendwie aus diesen ersten sechs Jahre sehr stark an der Energiewirtschaft zu arbeiten, dann der Sprung in den Mittelstand hier stark zu gestalten. Das war dann naheliegender.

Kai Vorhölter:
[6:36] Ja, aber das heißt, du hast schon vorher, das ist sicherlich auch eine große Stärke, nicht nur, dass du jetzt von der Fachlichkeit, vom Studium das gut kennst, sondern hast quasi auch verschiedene Player innerhalb dieser ganzen Energiebranche durch deine Beratung da auch kennengelernt.

Tillmann von Schroeter:
[6:50] Ja, das war zu der Zeit die erste große Veränderung im deutschen Strommarkt Ende der 90er Jahre. Und dann gab es natürlich für Beratungen auch viel zu tun. Wie managt man diese Transformation? Früher waren das abgegrenzte Bereiche, jetzt gab es einen offenen Markt und dann sehr viel Veränderung. Und da bin ich gerade aus meinem Studium kommt da reingestolpert und war spannende Zeit.

Kai Vorhölter:
[7:17] Cool. Jetzt bist du ja Geschäftsführer von Vaillant Deutschland. So ganz High-Level, Max, kannst du uns ein bisschen sagen, wie entwickelt sich gerade so der Markt insgesamt?

Tillmann von Schroeter:
[7:28] Also, was ich ja schon gesagt hatte vorhin, wir haben diese Transformation, wir wollen viel nachhaltiger werden. Ist es ein kontinuierlicher? Überhaupt nicht, weil da sind natürlich sehr viele Dinge, die mitschwingen. Die Rahmenbedingungen für erneuerbare Heizung, insbesondere für die Wärmepumpen, braucht Strom. Also da gibt es Abhängigkeiten.

Wohnen ist immer auch sehr was Soziales. Also was ist auch die leistbare Transformation? Und dann waren die letzten zwei, drei Jahre auch geopolitisch ordentlich geprägt, weil bis dato war Deutschlands liebste Heizung das Erdgas und das insbesondere auch aus Russland. Und dann mit den ersten Themen, dass im Winter 2021 die Gastanks nicht mehr gefüllt worden sind und dann mit dem Krieg in der Ukraine wurde natürlich einiges umgedreht. Und das hat uns beschäftigt, weil dann mit einem Pflänzchen der Wärmepumpe, die das ab 2020 wuchs, kam dann im Sommer die totale Euphorie auf diesem Thema. Alle wollten Wärmepumpen und dann mit Diskussion letztes Jahr, oh, ist es nicht zu teuer und was ist dann das mit dem Heizhammer? Und will die Regierung die Heizung, die ich über Jahre gewohnt war, wegnehmen? Es ist eine Kehrtwende. Jetzt hat sich das im Herbst wieder normalisiert. Und mit den Gesetzen, die jetzt da sind, glaube ich, sind wir jetzt in einem nachhaltigeren Fahrwasser, Schritt für Schritt, dass wir da auf eine immer grünere Heizung in Deutschland kommen.

Kai Vorhölter:
[8:57] Aberkannst du mir mal helfen? Also wie in Deutschland, wie viele Heizungen werden so jährlich gekauft?

Tillmann von Schroeter:
[9:03] Also wenn man sich das so anschaut, die Heizungen, die technisch notwendig sind, weil sie ausfallen, da reden wir über so knapp 700.000 Stück. Und dann gibt es einen riesen Bestand an alten Heizungen, weil wir haben über Jahre sehr solide, also auch unsere Wettbewerber, sehr solide Technik produziert. Also wenn man sich das mal anschauen würde, was in den deutschen Heizkellern ist, da würde sich auf dem Straßenverkehr jeder seine Finger nachlecken, weil er da unglaublich viele Oldtimer sehen würde.

Darum geht es momentan, weil da ganz viele Heizungen 25 Jahre älter und älter sind. Nicht der letzte Stand der Technik, nicht durchdigitalisiert, nicht so effizient. Und da ist eben jetzt ein großer Hebel, die auszutauschen. Und das hat dazu geführt, dass wir letztes Jahr über eine Million Heizungen verkauft und verbaut haben.

Kai Vorhölter:
[9:52] Also ihr jetzt allein oder der gesamte Markt?

Tillmann von Schroeter:
[9:53] Der gesamte Markt, um dann eben die Wohngebäude in Deutschland nachhaltiger zu heizen.

Kai Vorhölter:
[9:59] Und wenn man sich diese Millionen Geräte so anschaut, wie viel ist da ganz gut die Wärmepumpe, dass man mal ein Gefühl hat?

Tillmann von Schroeter:
[9:53] Also letztes Jahr über 300.000, das hat man geschafft und das ist eine unglaubliche Steigerung, weil die Wärmepumpe hat ja schon Anfang der 2000er langsam den Weg in den Neubau geschafft und da Anteile von so 30, 40 Prozent geschafft, aber in der Sanierung eigentlich gar nicht. Es war noch in 2019 gab es unter 10.000 Wärmepumpen, die in den Sanierungsmarkt, also in bestehende Häuser reingekommen sind.

Und dieser Sanierungsteil wurde von knapp 10.000 in 2019 auf ungefähr 300.000 in 2023erweitert.AlsodaeinFaktor30,alsounglaublicheVeränderungindiesemGeschäft.

Kai Vorhölter:
[10:50] Ne, habt ihr ja selber auch mit dem Bau dieser Megafabrik, die letztes Jahr auch live gegangen ist, auch einen großen Schritt gemacht als Unternehmen.

Tillmann von Schroeter:
[10:56] Ja, also es geht eben in diesem Umbau dahin, eben auch diese Stückzahlen, die früher im Gas waren und wir produzieren als Unternehmen mehr als zwei Millionen Gasgeräte, da auch dann in erneuerbaren Technologien die Flexibilität zu haben. Und da die Produktion einer Wärmepumpe mehr Fläche benötigt, mussten wir auch dann weitere Flächen schaffen und haben uns da mächtig ins Zeug gelegt, dass dann unsere Fabrik letztes Jahr an den Start gegangen ist.

Kai Vorhölter:
[11:28] Ja, ist ja auch nicht selbstverständlich, das ist ein Projekt in time. Das war, glaube ich, kommuniziert für 2023 und kam dann auch live. Jetzt hast du ja gesagt, du bist Wirtschaftsingenieur, richtig? Vom Studium her. Jetzt ist bei allem, was ich so weiß, ist ja schon die Technologie Wärmepumpe setzt natürlich Capabilities, wie man neudeutsch sagt, voraus, die jetzt gar nicht euch so in die Wiege gelegt sind. Oder ich sage mal vielen… Man spricht ja auch, dass das so Klimaanlagenhersteller und sowas jetzt wieder Vorteile haben. Es gibt ja auch das andere Familienunternehmen, Fisman, die jetzt ja auch letztlich übernommen worden sind, was ja auch so eine Logik daraus war zu sagen, können wir denn da mithalten? Wie seht ihr das?

Also wie als Vaillant, auch als familiengeführtes Unternehmen?

Tillmann von Schroeter:
[12:14] Ja, also an der Wärmepumpe gibt es diesen klassischen Kältekreis, den es auch im Kühlschrank gibt und in vielen anderen auch eine sehr alte Technologie, muss man sagen. Da gibt es Klimaanlagenhersteller, die das schon länger machen. Wir haben 2004 damit angefangen, als Unternehmen das selbst zu entwickeln. Also wir haben jetzt schon 20 Jahre auf dem Kerbholz. Aber sicherlich gibt es da Unternehmen eine längere Historie. Aber eine Wärmepumpe, so wie sie in Europa benötigt wird, versorgt auch das Haus dann über wasserbasierte Systeme, Fußbodenheizung oder Radiatoren. Und dieser ganze Hydraulikteil, wie steuere ich das, wie mache ich das effizient? Das ist eigentlich das, was wir auch aus dem Kesselgeschäft, sei es Öl oder Gas, mitbringen. Und da, weil das wasserbasierte Heizen eine europäische Sache ist, gibt es da auch keine, die da höhere Skaleneffekte sind. Deswegen, da bringen wir sehr viel mit. Ich glaube, wir bringen ein gutes Verständnis über skalierende Produktion mit. Und sicherlich gibt es auf den Kältekreisen größere, insbesondere die Klimaanlagenhersteller. Aber nicht so stark in Europa. Wir haben eine höhere Marktnähe. Ich glaube, wir haben eine sehr große Kundennähe. Und deswegen sind wir davon überzeugt, dass wir das gut aus eigener Hand schaffen.

Kai Vorhölter:
[13:25] Gut zu hören. Ja, weil ich sage mal, man atmet. Wir haben es gerade eben gehabt, diese Geschichte hier. Und ich hoffe doch sehr, dass das Unternehmen auch noch die nächsten 150 Jahre wird.

Tillmann von Schroeter:
[13:37] Wir gehen wieder Tag ein, Tag aus hier arbeiten und treiben die grüne Wende weiter.

Kai Vorhölter:
[13:45] Sehr schön, sehr schön. Ich glaube, generell gibt es ein schönes Zitat von eurem Gründer, Johann Vaillant. Er hat gesagt, sei innovativ und hör auf deine Kunden. Gefällt mir natürlich super und mit unserem Thema Customer Experience. Gibt es da irgendwas Überliefertes, was er gehört hat oder was er sehr früh entdeckt hat oder mitgenommen hat?

Tillmann von Schroeter:
[14:11] Also ich glaube, einmal ist da das Thema, es anders zu machen. Also zum einen, seine Innovation war da wirklich sehr sauberes Wasser, warm Wasser zu bringen und damit auch einfach diesen Komfort zu demokratisieren, in die Wohnungen zu bringen. Also ein neues Kundensegment mit einer sehr hygienischen Lösung. Ich glaube auch, Dinge anders anzugehen. Er hat dann unser Hase aus dem Ei, was ja erstmal schon auch eine nicht alltägliche Kombination ist und damit eins der ersten Markenlogos genommen und damit skaliert. Also er hat einfach den Mut gehabt, neue Wege zu gehen. Und ich glaube, das treibt uns weiter an, sei es jetzt bei den Wärmepumpen, wir sind die ersten im Massenmarkt gewesen, die jetzt natürliche Kältemittel genommen haben. Aber auch andere Sachen, also da den Mut zu haben, die Dinge anders zu machen. Ich glaube, das ist eins. Und ich glaube, das Zweite ist mit den Kunden. Ich glaube, wir haben schon immer ein Gefühl gehabt, ich meine, wir sind hier in einer Bergischen Stadt, da ist eine ehrliche Kultur, man ist auf Augenhöhe. Und wir sind hier immer offen gewesen, offenes Haus. Wir haben hier sehr viele Kunden, die immer kommen, und da im Dialog zu stehen. Weil aus jedem Gespräch, wir können nur, wenn wir zuhören, lernen. Und deswegen mit Augenhöhe auf unseren Kunden zu sein, ist seit jeher DNA und uns superwichtig.

Kai Vorhölter:
[15:35] Bei euch, wie viel macht, das hatte ich glaube ich noch nicht gefragt, wie viel macht Wärmepumpe versus andere Produktgruppen gerade, wie verteilt sich das gerade?

Tillmann von Schroeter:
[15:44] Also im letzten Jahr kann ich sagen, wir sind eine Wärmepumpen-Company. Also Wärmepumpe hat unglaubliches Wachstum. Wir haben letztes Jahr unsere Umsätze mit Wärmepumpen wieder mehr als verdoppelt. Also von daher ist das wirklich ein sehr, sehr wichtiges Geschäftsfeld. Und wir sind sehr froh, dass wir da so radikal auf das Thema Werbumpumpe gesetzt haben ab 2017, weil nur die ganzen Vorbereitungen, die Ausweitung unseres Produktportfolios, die Kundenakquise da drauf und auch unsere Positionierung hat unsgeholfen, diese starke Entwicklung, die wir jetzt in den letzten zwei, drei Jahren gesehen haben,auchvollmitzunehmen.

Kai Vorhölter:
[16:22] Ja, für die jetzt, die jetzt nicht kürzlich ein neues Haus gebaut haben oder einen Altbestand saniert haben und sich somit intensiv damit auseinandergesetzt haben oder vielleicht auch nicht Wirtschaftsingenieurwissenschaft studiert haben, kannst du mal kurz, ganz kurz für so ein Leihen mal kurz sagen, was macht die Wärmepumpe denn eigentlich aus und warum ist das jetzt gerade so gefragt?

Tillmann von Schroeter:
[16:39] Also das Charmante an der Wärmepumpe ist, dass die Wärmepumpe Umweltenergie einsammelt und wie, erkläre ich gleich. Aber wenn die so läuft, dann holt die eigentlich drei Viertel der Energie von draußen und Umweltenergie kostet nichts. Die ist in der Luft, im Boden, dafür zahle ich nichts. Und um sie nutzen zu können, muss ich ungefähr ein Viertel der Energie über eine Kompressor Leistung elektrische Energie nutzen. Und ein Verhältnis, ich muss nur von dem, was ich da nutzen will an Wärme, nur ein Viertel zahlen und drei Viertel geschenkt, ist ein verlockendes Angebot. Und indem er jetzt auch unsere Energieproduktion, Stromproduktion immer stärker erneuerbar aufstellen, liegt zum Beispiel eine Wärmepumpe in Windrad. Da ist im Herbst, im Winter ist Wind, das dreht sich. Das kann nichts Schöneres finden als eine Wärmepumpe, die drumherum ist.

Auch volkswirtschaftlich, weil wir zahlen für den Wind nichts. Wir haben die Investitionen geleistet. Dann nutzen wir den Strom und das ist sehr, sehr nachhaltig. Und deswegen, also das Spannende an der Wärmepumpe ist ihre Effizienz, dass sie eben super, super gut zusätzliche Energie einsammelt.

Kai Vorhölter:
[17:55] Jetzt mag ja nicht nur das Windrad, die Wärmepumpe, sehr gern, sondern so ein natürlicher Buddy wird ja immer mehr auch das Thema PV. Magst du auch da nochmal drauf eingehen? Offensichtlich, weil es geht um Strom.

Tillmann von Schroeter:
[18:09] Also das ist auch eine super Sache. Also vielleicht nicht im dunkelsten Dezember, aber jetzt hier in den Übergangszeiten super. Und die Photovoltaikanlage führt dazu, dass man eigentlich zu Hause sich Strom produziert. Und ich sage immer, das für 10 Cent, weil das ist die Alternative, indem ich es rausverkaufen würde. Und wenn ich das in der Mischkalkulation habe und meine Wärmepumpe gut ausgelegt habe, dann kaufe mir die Hälfte des Stroms vom Versorger, die Hälfte mache ich selber. In der Mischkalkulation kostet mich dann der Strom 20 Cent die Kilowattstunde. Unschlagbar, weil dann, wenn ich jetzt auch weiß, wieder drei Viertel der Energie kriege ich geschenkt. Kostet mich das Heizen einfach sensationell wenig. Und deswegen ist das jetzt aktuell eine wirklich verhangene Mischung. Man sieht es von ganz vielen Angeboten. Die Wärmepumpe liegt die Photovoltaikanlage und bei uns mehr als 50 Prozent der Kunden, die sich damit beschäftigen in der Sanierung, denken auch über eine Photovoltaikanlage nach oder haben schon eine, weil die Kombination verfängt.

Kai Vorhölter:
[19:17] Aber es geht ja nicht nur um das, sondern das eine sagst du, wenn die Sonne scheint, und dann füttere ich damit sofort meine Heizung. Aber es geht ja auch das Thema Speicherung von Energie. Vielleicht da auch nochmal, dass du…

Tillmann von Schroeter:
[19:26] Also, die verstehen sich so gut, aber wenn die Wärmepumpe gut der Photovoltaikanlage gehorcht, hat man noch viel mehr Spaß. Da kriegt man nochmal 15 bis 20 Prozent Effizienz, weil Wärmepumpensysteme sind so gebaut, dass sie eine gewisse Trägheit haben, weil Wärmepumpen lieben es eher konstant zu laufen. Dafür gibt es Pufferspeicher und Warmwasserspeicher. Das heißt, man speichert gewisse Wassermengen.

Und wenn man das so macht, dass man dort in dieses Wasser viel Energie reinsteckt, wenn die Sonne scheint, wird es nochmal effizienter. Und deswegen haben wir auch standardisierte Protokolle zwischen der Photovoltaikanlage und der Wärmepumpe. Und wirkönnen unseren Wärmepumpen sagen, lauf auf diesem Protokoll und wenn die Sonne scheint,dann fängt eben an, die Wärmepumpe so zu laufen und die Speichertanks in der Temperatur zu überhöhen.UnddannebendieWärmezuproduzieren,wenndieSonnescheint.Unddann kann man es im Haus nutzen aus den Pufferspeichern, wenn dann später auch mal die Sonnewegist.UndamEndeführtesdanndazu,dassmanwenigerfürdenStromzahlt.

Kai Vorhölter:
[20:39] Cool, cool. Und wenn wir jetzt das ganze Ökosystem und das Haus noch ein bisschen breiter spannen. Also wir haben jetzt über PV gesprochen, Speicherung, jetzt E-Mobilität noch mit drin, Wie ist da eure Rolle? Wie kann man sagen?

Tillmann von Schroeter:
[20:57] Also, unsere Rolle ist, dass wir diese Photovoltaik und auch die E-Mobilitätsladegeräte mitdenken. Wir machen das sehr stark mit unserem Partner. Wir arbeiten intensiv mit SolarEdge zusammen, um dafür einen Experten zu haben. Und wir nehmen die ganze Wärmepumpeninfrastruktur, die Pufferspeicher und diese ganze Hydraulikseite und optimieren sie nach dem bereitstehenden Strom, der da ist. Und da kann auch die Wärmepumpe einfach mal zurückstecken. Wenn jetzt jemand nach Hause kommt und sagt, ich muss jetzt laden, dann hat man den Puffer im Warmwasser, dann versorgt man das Haus daraus und kann sagen, jetzt brauche ich weniger Strom. Und so sind wir adaptiv in der Wärmepumpe. Und unsere Rolle ist, die Wärmepumpe so flexibel zu machen, dass am Ende der Kunde so wenig wie möglich Strom von externen ziehen muss.

Kai Vorhölter:
[21:56] Das wusste ich nicht. Also das heißt, man erweitert quasi die Speicherkapazität, die Energiespeicherkapazität in so einem Haus, in dem ich nicht nur in der klassischen Stromspeicher denke, sondern quasi den Speicher der Wärmepumpe oder was ich mit dazu.

Tillmann von Schroeter:
[22:04] Ja, weil da auch große Mengen reingehen. Also jetzt bei mir zu Hause, vier Kinder, die gerne duschen. Ich habe einen 1000-Liter-Tank. Also da kann jetzt eine Wärmepumpe ordentlich reinfahren, wenn die Photovoltaikanlage ist, kann die sehr viel Energie nehmen. Und das hilft.

Und das ist erst der Anfang. Wenn wir jetzt irgendwann auch nochmal bei den Elektrofahrzeugen auch freier werden, wie man die Hochvoltbatterien mit einbeziehen kann, dann kann man, sehe ich auch nochmal weiter, den Autarkiegrad erhöhen. Dieses ganze Thema bidirektionales Laden steht ja erst am Anfang. Und wenn ich das noch dazu tue und so mal mein Auto mit in das Netzwerk nehme, dann kommen wir übermorgen auch noch einen Schritt weiter. Weil das ist ja so. Deutschland hat genügend Strom, Aber nicht immer zur richtigen Zeit. Je besser wir lernen, unsere Flexibilitäten zu nutzen, desto günstiger wird die ganze Energiewende. Und deswegen ist die größte Aufgabe mit Digitalisierung, mit diesen Speichern, die Flexibilität zu erhöhen, weil das wird uns volkswirtschaftlich sehr, sehr viel bringen. Wenn wir alles nach altem Standard machen wollen, wird es extrem teuer und Flexibilität ist der größte Joker, den wir haben.

Kai Vorhölter:
[23:19] Daher kommt ja, glaube ich, auch ein Zitat von dir. Tillmann, du hast mal gesagt, Wärmepumpe und PV, das ist ein absolutes Dreamteam.

Tillmann von Schroeter:
[23:26] Ja, weil das halt eben, da kann ich das schon zu Hause machen. Das ist auch dezentral. Wir werden das ja auch sehen, in all den Diskussionen, wie teuer ist jetzt der Ausbau des Stromnetzes. Je dezentraler und kleinteiliger wir werden, desto weniger müssen wir in die Gesamtinfrastruktur investieren. Und mit diesen Sachen sehe ich ja auch bei mir. Ich habe da auch Spaß daran. Also man merkt ja dann auch jetzt zu dieser Jahreszeit, Sonne ist schon draußen, ja, der Autarkiegrad, der wächst und jeder, der dann auch so ein System hat und sieht, okay, was kann ich denn eigentlich schon alles bei mir zu Hause machen, macht vielen Leuten auch Spaß und ich finde, es gibt ein gutes Gefühl, wenn man da sagt, okay, ich bin eigentlich schon ziemlich sauber, weil viele meiner Energie, die mache ich zu Hause.

Kai Vorhölter:
[24:10] Ja, man sieht es in deinen Augen, die blitzen richtig, da kommt deine Begeisterung rüber. Bevor wir dann jetzt über Kundenerlebnisse und gerade Digitale sprechen, was ja dann unser Fokus und Kern sein soll, kannst du mal beschreiben, wer eure typischen Kunden sind?

Tillmann von Schroeter:
[24:25] Ja, also der, um den es am Ende geht, ist der Häuslebauer, also der, der zu Hause entsprechend die Wärme braucht. Also das ist der, mit dem wir uns beschäftigen, aber auf dem Weg. Wir sind jemand, der über 150 Jahre in der Partnerschaft arbeitet. Ohne den Handwerker, der unsere Komponenten vor Ort auslegt, einbaut und auch in Betrieb nimmt, hat der Immobilienbesitzer keinen Spaß. Und deswegen arbeiten wir mit ganz vielen Leuten aus dem Handwerk und schauen eben auch neben dem, dass der Endkunde ein effizientes, funktionierendes System hat, auch, dass es für den Handwerker einfach ist, es auszulegen, gut es zu bauen, dass es sehr verlässlich ist und dass er, wenn er mit uns zusammenarbeitet, da auf der sicheren Seite ist.

Kai Vorhölter:
[25:20] Aha. Also das heißt, der Häuslebauer ist dann wie alt in der Regel? Kann man das so sagen?

Tillmann von Schroeter:
[25:26] Also das ist von bis. Ich sage, wenn ich es vereinfache, es gibt so zwei wesentliche Gruppen, die neben dem, ich meine, wenn die Heizung kaputt ist, muss ja jeder ran. Aber es gibt so diesen Klassiker, ich sage mal Ende 50, ich bin noch berufstätig, aber irgendwann ist klar, irgendwann ist das Ende. Und jetzt möchte ich eigentlich nochmal alles so haben, dass ich, wenn ich dann in Ruhe stand, dann nichts mehr machen muss. Also so der Endfünfziger ist jemand, der gerne nochmal nachhaltig investiert.

Kai Vorhölter:
[25:55] Der vor allen Dingen auch in der Regel auch etwas Potenzial hat.

Tillmann von Schroeter:
[25:59] Der hat auch finanzielle Mittel und häufig ist es auch so, das war bei mir genauso, jetzt junge Familie, wir waren in Köln in der Innenstadt, drittes Kind kam, naja, mit der Wohnung ist halt nicht mehr raus und dann holt man sich ein Haus und renoviert Und dann ist da auch nochmal ein Cluster, der jetzt kurz vor 40er, das sind zwei wesentliche Gruppen, die dann über die Sanierung nachdenken.

Kai Vorhölter:
[26:29] Und kannst du irgendwie sagen, haben sich diese Bedürfnisse dieser Kunden grundsätzlich verändert jetzt in den letzten Jahren?

Tillmann von Schroeter:
[26:36] Ja, auf jeden Fall. Also diese, was ich jetzt gerade schon sagte, also die Endkunden, die einfach breiter ihr Haus denken. Früher war eine Heizung im Keller, die macht Wasser. Jetzt will man eine nachhaltige Gebäudetechnik haben. Also viele Leute denken über Photovoltaik nach und dann eben ein vernetztes, effizientes Haus. Also das hat sich kontinuierlich erweitert. Wir reden dann über so Sektor Kopplung und Integration und man vernetzt stärker Dinge und das interessiert auch viele.

Kai Vorhölter:
[27:11] Also das ist die eine Seite. Das heißt, der Kunde kommt, zum einen hat er deutlich mehr Fragen, kann man sagen.

Tillmann von Schroeter:
[27:13] Ja, auf jeden Fall. Und da kommt es aber auch mit viel mehr Wissen auf euch bzw. Eure Partner zu. Ja, ich meine, man muss ja auch sehen, das Wissen, was da ist über Tutorials, Webinare auf YouTube, also wie viele Influencer jetzt auch da draußen sind. Es gibt tolle neue

Möglichkeiten, sich zu informieren und das muss man nutzen, weil nur dann komme ich auf Ideen, wie mache ich es morgen anders? Und am Ende, je mehr ich weiß, desto einfacher kann ich mich auch entscheiden. Also deswegen ist es auch wichtig für uns, das zu bespielen. Und wir haben uns auch vorgenommen, jetzt auch in dieser ganzen Wärmebände, dass wir Informationen ein Frontrunner sind und dass wir die Leute da abholen.

Das hat man auch letztes Jahr gesehen mit dieser ganzen Diskussion in der Bild-Zeitung. Wir haben ja, nein, Heizhammer und so weiter. Wenn da viele Informationen auch in die andere Richtung gehen und die Leute können bei dieser komplexen Entscheidung, die sie eigentlich nur ein-, zweimal im Leben machen, dann schwierig entscheiden, wenn da total unterschiedliche Signale sind. Und deswegen aufklären und dann auch diese ganzen Formate zu bespielen, ist uns super wichtig.

Kai Vorhölter:
[28:24] Was ist da gerade ein ganz besonderer Bedarf von den Kunden? Sachen, wo du sagst, okay, auf der Journey, da merkt ihr, das sind sehr wesentliche odergrundsätzlicheFragen.AlsoFörderunghastdu,glaubeich,geradeeinshastdu gewonnen.

Tillmann von Schroeter:
[28:38] Das ist sicherlich, aber also mal die Frage, was sind sichere Energiequellen und was kosten die Energiequellen? Das war natürlich jetzt die letzten zwei Jahre eine unfassbare Journey. Jetzt sind wir inzwischen wieder bei Gaspreisen, die sind vor dem Konflikt, aber das ging mal so hoch runter und der Strohpreis hängt da dran. Und dann muss ich mit so einer Unsicherheit eine Überlegung machen, mit der Heizung, dann locke ich mich für 15 Jahre ein in die Energie, die ich benötige. Und dann kommt jetzt CO2-Bepreisung, also wie kann ich eine Energieprognose machen, wie kann ich eigentlich abschätzen, was mich das über die Lebenszeit dauert. Also das ist zum Beispiel eine sehr spannende Sache, die wir dann auch versuchen zu helfen, mit all den Unsicherheiten, die es dann da auch gibt, da einen guten Draht zu bekommen. Aber ich glaube, Effekte wie die CO2-Preise, was kommen die in den nächsten zwei, drei Jahren, das kann man schon helfen und den Leuten dann auch so eine Entscheidung einfacher machen.

Kai Vorhölter:
[29:32] Wie lange, da habt ihr ja bestimmt Studien drüber, diese Customer Journey. Ich meine, das ist, wie du es gesagt hast, das ist ja eine echt großeInvestition. Das ist auch eine, die man sehr selten macht. Kann ich mir vorstellen, der Zyklus ist schon lang. Also diese Journey im Durchschnitt. Wie lang ist denn der Kunde so auf dem Thema gedanklich unterwegs? Also jetzt,wirredennichtdavon,dassmeineHeizungistminus20Gradunddieistausgefallen.Ich glaube,dannkanndieJourneyauchsehrschieben.

Tillmann von Schroeter:
[30:01] Die geht mit Hochdruck, gerade für den, der zu Hause sozusagen der Facility Manager ist und der dann Kids hat und den Partner und dann der sagt, es wäre aber schön, wenn es wieder warm ist. Also da ist

Entscheidungsgeschwindigkeit und deswegen auch für uns super wichtig, dass wir mit dem Kundendienst da sind, weil also alles, was zu vermeiden ist, dass Leute frieren und das kalt zu Hause haben. Also diese Reise ist von Vorüberlegung, da ist natürlich auch von bis, aber wir sagen, also wenn man sich da mal einliest, etc., zwei, drei Monate und dann, wenn man dann sagt, ich habe wirklich ein Kaufinteresse, ist unser Anspruch jetzt wieder auf drei Monate zu kommen, dass man das dann mit dann einer Auslegung und einem Förderantrag, dass das in der Zeit durch ist und dann hängt es auf der Auslastung auch der Handwerker, wie schnell das gehen kann. Letztes Jahr war es auch ein bisschen Materialverfügbarkeit. Da muss man auch sagen, da waren wir jetzt nicht so schnell, dass wir alles immer haben liefern können. Aber das ist inzwischen gelöst.

Und Handwerker können jetzt auch in so zwei Monaten irgendwann bauen. Also von daher denke ich auch, wenn man auch an die Struktur rangeht und eine alte fossile Heizung oder fossile Befeuerungsheizung dann über eine Wärmepuppe austauscht. Also in fünf Monaten kann man da durch sein. Und dann ist es sauber durchgeplant.

Kai Vorhölter:
[31:13] Okay, aber das ist ja durchaus dann eine Herausforderung, auch über so eine lange Zeit quasi am Kunden irgendwie im Relevant Set zu sein und dran zu bleiben. Wie macht ihr das? Gibt es da Ideen, wie ihr das macht?

Tillmann von Schroeter:
[31:28] Ja, also da gibt es ja auch immer Dinge zu tun. Und deswegen sind wir dabei, dass wir sehr stark diese Journey mit begleiten. Früher in der mehr Offline-Welt waren wir da ein bisschen hinten dran, weil diese ganze Diskussion hat sehr stark der Handwerker direkt gemacht. Wir haben ein paar Showrooms gehabt, wo man sich die Geräte anschauen kann und konnte dann während der Findungsphase sich das anschauen, konnte man auch die Geräte sehen. Man konnte auch da ein Gerät anschalten, mal hören, wie es ist. Inzwischen haben wir immer einen höheren Anteil, dass diese Reisen digital beginnen. Und da versuchen wir schon kontinuierlich dran zu sein, weil es gibt die Vorinformationen, es gibt dann die ganze Planungsphase. Wir unterstützen auch den Endkunden, den Handwerker. Förderanträge mit aufzugleisen, dass die eingereicht werden und dann bewilligt werden. Ja, und dann geht es in die ganze Vorbereitungsphase des Baus, wo wir auch helfen mit Dienstleistungen. Jemand hat eine alte Ölheizung, da muss dann die ganze Ölheizung raus und gibt Dienstleister, die einem dabei helfen. Landschaftsgartenbauer, der muss dann vielleicht noch ein Fundament für die Wärmepumpe machen. Also da gibt es eben auch Dienstleistungen, die wir dann andocken.

Kai Vorhölter:
[32:54] Cool.

Tillmann von Schroeter:
[32:56] Dass dann der ganze Prozess so schlank wie möglich ist. Ich habe ja selbst mal meine auch gebaut. Das ist dann mit Altöl raus, Tank raus, Abrissarbeiten, Trockenbau, Fundament, Elektriker. Also da ist schon was zu tun. Und je besser mit den Partnern das ist, je stärker die einzelnen Handwerker und Gewerke ineinandergreifen, desto besser ist die Experience, für den der umbaut. Weil ich glaube, was keiner machen will, ist zig unterschiedliche Handwerker koordinieren und dann sich die Haare raufen, weil die Dinge einfach nicht so ineinandergreifen. Und da zu unterstützen, führt dazu, dass man am Ende Kunden haben, die eine super Experience haben und die dann auch begeistert davon sind. Und wir wollen ja Kunden haben, die darüber reden, ihren Nachbarn sagen, wie gut es war und dann auch die beste Propaganda, die Mund-zu-Mund-Propaganda, wenn man da eine tolle Erfahrung hat.

Kai Vorhölter:
[33:46] Das finde ich aber jetzt spannend, wenn du gerade sagst, wir versuchen das möglichst drumherum zu organisieren. Wie weit geht denn das? Also das kann man ja von zu, ich biete dir eine Tabelle an, Postleitzahl, such mal selber. Oder geht ihr sogar so weit hin, dass ihr teilweise dann eine Art Generalunternehmerschaft koordiniert?

Tillmann von Schroeter:
[34:05] Wir schauen, dass, also ich glaube, die Handwerksbetriebe sind die Spinne im Netz, die dann auch das Material bauen und wir versuchen da zu helfen. Wir helfen denen in der Region, ja, ein paar Chancen zu finden. Wir haben Dienstleister für Schrottentsorgung.

Wir unterstützen selbst bei Inbetriebnahmen im Kundendienst und schauen auch im Betrieb der Anlagen, dass wir da auch Fernoptimierung bieten. Also wenn ein Kunde haben will, dass man immer schauen will oder darauf schauen sollte, dass die Anlagen immer optimal laufen, kann man sich das auch als Service einkaufen. Und so kann man doch von historisch Hersteller über Dienstleistungen immer eine bessere Experience generieren, über ganz viele Services, die man eben da braucht, bis das System toll läuft.

Kai Vorhölter:
[35:00] Das heißt, ihr seht euch als jemand, der dann das Ökosystem des Handwerkers unterstützt und nochmal besser macht?

Tillmann von Schroeter:
[35:12] Ja, ich meine, es ist Produktivität, die dahinter steckt. Und das ist ja auch das, was jetzt die letzten zwei Jahre wichtig war, da auch viel Verarbeitungskapazität zu organisieren.

Weil, hatte ich ja auch gesagt, wir haben jetzt viel mehr Heizung verbaut. Das muss halt dann dadurch auch immer produktiver sein. Und über solche Dinge kann man auch gut skalieren und atmen.

Kai Vorhölter:
[35:35] Jetzt hatte ich mal, also vor einer Zeit auch mal, einen Kunden in dem Segment. Und was ich so weiß, ist so, zumindest früher war es so, aber ich glaube, es ist stark immer noch so, dass die Handwerker in der Regel haben ja eine Markenpräferenz. Das heißt, die haben irgendwie vielleicht zwei Hersteller im Angebot, aber einen, den sie eigentlich bevorzugen, wo sie am besten drauf geschult, gearbeitet sind. Und wie du es ja gesagt hast vorher war die Journey ja sehr stark. Ich habe mir einen Handwerker rausgesucht, der irgendwie lokal war, der mir gefallen hat, dann habe ich gesagt, ich brauche eine Heizung und dann hat er gesagt, dann müsste halt X oder Y oder Z, je nachdem, wo, sag mal, zu welchem Hersteller er sich so gebunden gefühlt hat. Jetzt kann ich mir vorstellen, gerade wo du jetzt beschrieben hast, diese lange Journey, dass die Kunden sich so intensiv Wissen aufsaugen, sich mit auseinanderzusetzen.

Da gibt es da jetzt immer mehr die Möglichkeit, dass ihr quasi diese Markenpräferenz schon vorbildet und quasi dann der Kunde kommt und sagt, ich habe mich nicht nur schlau gemacht, ich will eine Wärmepumpe, sondern soll bitte auch genau eine von Vaillant sein?

Tillmann von Schroeter:
[36:35] Nein, also es gibt den Weg, also wie meine Eltern an ihre Heizung kommen, den gibt es immer noch und der ist immer noch sehr stark ausgeprägt, weil wer da einen Handwerker hat, der toll die Geräte wartet, in guten Händen ist, wenn da irgendwas ist, warum soll der sich was Neues überlegen? Aber es gibt eben auch immer mehr Leute, die digital anfangen, sich auf die Reise zu setzen. Und das ist für Handwerksbetriebe, die eine gleiche Stärke in der digitalen Welt zu haben, einfach sehr schwierig.

Also wir geben uns auch sehr Mühe, dass man das Thema Wärmepumpen da findet, aber es gibt jetzt auch ganz viele Green Techs, die sich draufsetzen und die Wettbewerbsintensität ist hoch in dem digitalen Bereich und für einen Handwerker ist es schwierig, sich da zu positionieren und deswegen engagieren wir uns sehr stark, damit dann auch digital affine Kunden ihren Weg finden zu einer grünen Lösung.

Kai Vorhölter:
[37:34] Ja, ich meinte nur, so Sachen Markenpräferenz, sehr sehe ich auch eine Chance, dass ich jetzt quasi nicht einfach nur zum nächsten Handwerker gehe, sondern dass ich sage, nee, ich möchte einen, der Vaillant- Fachbetrieb ist.

Tillmann von Schroeter:
[37:48] Aber so läuft das. Also wir fangen an zum Beispiel SEO-Content zu generieren. Dann informiere ich mich zu Wärmepumpe und Sanierung. Kann dann abspringen auf Vaillant und dann sagt irgendwann der Endkunde, ich habe ein Interesse, also ich möchte nicht nur mich informieren, sondern ich würde jetzt auch gerne eine Heizung haben. Dann haben wir einen Prozess, der heißt Heizung Online, ein großes Portal, wo wir dann die digitalen Endkunden abholen. Der hinterlegt dann seine Rahmenparameter und dann haben wir ein Callcenter. Wir gehen dann in Kontakt und fragen auch, wie intensiv willst du jetzt sofort? Und dann übergeben wir das an den Handwerker und dann haben wir eine durchdigitalisierte Journey. Und diese Kunden die sind natürlich dann über Heizung online dann schon auf einem Vaillant Pfad. Und dann spielen wir diese Kunden an Handwerksbetriebe, die liebend gern Vaillant verbauen.

Kai Vorhölter:
[37:34] Habt ihr denn da eigentlich auch ein Loop, ein Qualitätsloop, also ein System? Weil ich kann mir jetzt vorstellen, wie gesagt, es geht ja, unser Thema ist ja Experience Management. Und klar, ihr habt das, ob euer Produkt nachher gut ist, das habt ihr voll in der Hand. Aber wie du es ja gesagt hast, ihr seid ganz maßgeblich abhängig, dass auch die Leistung des Verarbeiters dann passt.

Jetzt gebt ihr einen wertvollen Lead weiter, den ihr im Netz aufgebaut, gewonnen habt, genurtiert habt. Der findet euch schon mal cool als Marke. Da ist natürlich jetzt auch wichtig, dass dann der Partner, der den Lead bekommen hat, auch einen guten Job macht. Gibt es da dann Feedback schleifen?

Tillmann von Schroeter:
[39:23] Am Ende wollen wir mit unseren Partnern zusammen glückliche Kunden haben. Und da arbeiten wir intensiv dran. Wir haben mit diesem digitalen Kanal und der digitalen Journey 2016 gestartet. Und das tolle an digitalen Journeys ist, dass man ja sehr viel Feedback kriegt.

Kai Vorhölter:
[39:39] Also Abbrüche.

Tillmann von Schroeter:
[39:45] Abbrüche, man ist ja da im Dialog, man sieht, wo dann, wir nennen es immer Conversion Rates, also wo dann hohe Erfolgsraten sind, wo niedrige sind. Und dann kann man da auch fragen, warum ist das so? Also es gibt so digitale Kanäle, sind sehr lehrreich. Man kann es immer quantifizieren, man kann es immer vergleichen, man kann immer rangehen, weil wir haben ja die Kontaktdaten. Und deswegen sind wir intensiv dabei, seit acht Jahren diese Journey Tag ein Tag aus zu verbessern und gemeinsam da glückliche Kunden zu machen. Da machen wir viel Aufwand rein und wir sind auch eigentlich der Heizungshersteller. Der in diesen Kanal am meisten investiert in Deutschland.

Kai Vorhölter:
[40:23] Okay, aber ich sage mal, gibt es dann darüber hinaus noch Konzepte, wie ihr schaut, dass ihr Qualität oder Experience auch bei den Verarbeitern dann messt? Oder theoretisch könnte ich ja jetzt jedem danach ein Mail schicken, also die Heizung installiert ist und sagen, wie zufrieden waren sie mit ihrem Fachbetrieb?

Tillmann von Schroeter:
[40:40] Also es gibt ganz viele Touchpoints, die wir da haben. Wir haben zum Beispiel ja auch einen Kundendienst. Wir machen ungefähr 200.000 Einsätze und da sind wir immer da und haben den NPS und schauen, wie die Journey ist. Wir sehen, wo wir Häufungen haben, was Gründe sind und die sind halt in so einer langen Journey auch vielschichtig. Wenn man vorne die Anlage falsch auslegt, dann ist es sehr schwierig in der Montage am Ende dann auch das wieder rauszuholen und deswegen schauen wir uns den ganzen Funnel an und managen darüber dann Qualität und schauen da ein, die fragen auch unsere Partner, wie findet ihr uns denn?

Und haben dann auf den schnellen Touchpoints dann auch ein NPS. Oder wir machen

dann bei anderen, die dann nicht direkt digital sind, regelmäßig Kundenzufriedenheitsbefragungen. Und das reichert dann auch nochmal das direkte Gespräch an. Also ich glaube weiterhin, was auch Johann Vaillant sagte, dein Kontakt, weil wenn du eine gute Beziehung hast und ehrlich mit den Leuten redest, die sagen dir schon, was gut oder schlecht ist. So eine Quantifizierung hilft dann auch nochmal, um das in den Größenordnungen zu werten. Aber das ist kontinuierliche Arbeit. Und ich glaube, das wird auch weiterhin bei uns tief in der DNA sein, weil jetzt haben wir 150 Jahre hinter uns gebracht und das geht nur, wenn man nah am Kunden ist. Aber wir haben auch noch einiges vor. Also von daher wollen wir da weiterhin so nah am Kunden bleiben. Und das geht nur darüber, wenn man gut zuhört, wie der die Dinge findet.

Kai Vorhölter:
[42:16] Jetzt vielleicht noch eine Frage generell zum Thema Abgrenzung zum Mitbewerb, weil gerade Deutschland hat ja jetzt auch eine sehr starke, traditionelle Industrie in dem Bereich, die haben das ja auch alle drauf und bemühen sich um ihre Handwerker und Kunden. Gibt es da das eine oder andere, wo du sagst, da machen wir aber einen besonders guten Job, unsere Kunden zu begeistern, entweder B2B oder B2C, also beides?

Tillmann von Schroeter:
[42:42] Also erstmal freuen wir uns riesig, dass wir so ein starkes Cluster haben. Wenn man sich das anschaut, wie das auch nach Europa ausgestrahlt ist, ist dieser Wettbewerb, den wir da in Deutschland untereinander haben, ein sehr produktiver, weil der uns immer stimuliert, da noch mal eine Schippe draufzutun. Und ich bin schwer davon überzeugt, dass Cluster wirklich gut sind.

Und ich glaube, was uns ausmacht, ist eine sehr starke Serviceorientierung. Also wir haben Richtung Endkunden die größte Kundendienstorganisation. Also das ist ein Thema.

Kai Vorhölter:
[43:20] Auch international und das ist ein Blick, der sehr stark auch vom deutschen Markt kommt.

Tillmann von Schroeter:
[43:21] ne auch international. Also wir haben im Unternehmen eine riesen Service-Mannschaft. Das ist teilweise auch noch ausgeprägter in Ländern wie in der Schweiz, in Spanien, in Frankreich, wo wir noch an viel mehr unserer Geräte den Service machen. In Deutschland ist eigentlich das Selbstverständnis, dass der Handwerker das macht und wir sind da in einer Second Level Organisation, aber da eben mit einer super Reaktionszeit und mit vielen Leuten vor Ort, also da ein super schnelles Netz. Und dann, glaube ich, haben wir uns auch stark auf die Fahne geschrieben, Richtung Endkunde eine Marke zu sein, die für die grüne Wärmebände steht. Also ich glaube, das wahrnehmen wir uns auch als Werbepumpenanbieter, ist stark damit eine sehr bekannte Marke. Und das, was wir jetzt aufgebaut haben mit Heizung Online, glaube ich, sind wir aufführt.

Kai Vorhölter:
[44:16] Magst du da nochmal kurz drauf eingehen, was Heizung Online noch alles kann?

Tillmann von Schroeter:
[44:21] Ja, HeizungOnlineisteigentlichderdigitaleWeg,alsofürdendigitalen,affinenEndkundenzu einem tollen Handwerker zu finden, der am Ende eine Vaillant-Wärmepumpe verbaut oder eineVaillant-Heizung verbaut und das partnerschaftlich, also das wurde zusammen mit unseren besten Handwerksunternehmen entwickelt, wie wir da als Team agieren und das, wie gesagt, haben wir jetzt über acht Jahre optimiert und ich glaube inzwischen haben wir da ein paarBereichen gezeigt, wie wir da auch nicht nur als durchintegriertes Unternehmen, sondern auchals Unternehmen Teamplay mit dem Handwerker einen eng verzahnen und sehr produktiven Prozesshinkriegen.

Kai Vorhölter:
[44:57] Ich bin nochmal neugierig, weil ich kenne es jetzt nicht, aber wie darf ich das verstehen? Ist das quasi dann so ein Portal oder was, wo dann der Kunde sich einloggt und dann seid ihr da drin?

Tillmann von Schroeter:
[45:07] Wir haben verschiedene Quellen, wie wir dann Kunden akquirieren über unser eigenes Portal, über SEO und Landingpages, die wir vorne haben. Wir haben aber auch Partnerschaften, wie dann Leute, die eben einen Sanierungswunsch haben, zu uns kommen.

Wir hatten ja im letzten Jahr gut 100.000 Kunden auf dem Portal und die begleiten wir dann auf dem Weg zu einer nachhaltigen Heizung.

Kai Vorhölter:
[44:57] Cool. Wenn wir jetzt, du hast es ja eben schon mal gestreift, noch ein bisschen aufs Ökosystem Haus nochmal gehen, weil da gibt es ja, du hast ja gesagt, es gibt wahnsinnig viele Akteure.

Der Kunde hat immer mehr den Bedarf. Wenn er sagt, ich heize, dann habe ich auch Jalousien-Thema, weil ich vielleicht irgendwie, ich brauche Temperaturfühler in irgendwelchen Räumen. Wie gestaltet ihr dieses Ökosystem, um da mit einem Teil zu sein, ein Bestmöglicher für den Kunden?

Tillmann von Schroeter:
[46:02] Also wir haben als Grundunternehmen einen partnerschaftlichen Ansatz. Wir glauben, wir brauchen, wie wir im Fußball spielen, man hat eine Position und die muss man mit einer Stärke versehen. Das ist bei uns das ganze Thema nachhaltig heizen. Und man muss ja auch mit seinen anderen Mannschaftspartnern gut in der Interoperabilität sein. Deswegen mit PV haben wir unseren PV-Partner und haben eine Sprache, den E-Bus, der dazwischen ist. Und das gleiche sehen wir da auch mit Jalousien etc. Es ist nicht unser Thema, ein Smart Home zu machen. Dafür, glaube ich, gibt es super viele andere Player. Es gibt eine ganze Reihe auch an Integratoren, die dahin, und da ist es uns wichtig, zu den Prominenten verfügbar zu sein. Also unsere IT-Lösung ist mit Alexa kompatibel, mit Apple HomeKit, und dass wir da mit den wesentlich entspannenden, zukunftsorientierten Standards mitgehen und dass wir damit auch standardisiert im Dialog mit anderen Partnern stehen können und dass wir daraus den Kunden ermöglichen. Mit uns ein Teil abzudecken in seinem gesamten Smart-Home. Also von daher Interoperabilität und Kooperabilität, also dass wir mit den Standards, mit den gängigen Standards, mit den innovativen Standards kompatibel sind. Das ist unser Ansatz.

Kai Vorhölter:
[47:25] Und wenn ich da fragen darf, seid ihr dann in diesem Ökosystem. Eher, sagen wir mal, Datenlieferant oder bringt dir auch oft die Intelligenz jetzt selber rein in der Analyse und Verarbeitung der Daten?

Tillmann von Schroeter:
[47:42] Also insbesondere mit dem ganzen Energiemanagement, was in der Interoperabilität für mich der spannendste Case ist, weil da auch am meisten Geld hinter steckt, ist es der Dialog. Also wir bringen uns sehr stark auch ein in der Standardisierungsarbeit im EE-Bus. Wie muss denn eigentlich die Logik sein zwischen einer PV-Anlage oder einem Stromunternehmen, der flexible Tarife anbietet? Was muss der eigentlich dem Wärmepumpensystem sagen, damit sich das Wärmepumpensystem darauf einstellen kann, was da gerade auch als beste Lösung für den Kunden drin ist.

Und wir liefern dann wieder auch Daten zurück, dass der weiß, okay, wie viel Energie wird er denn auch dann eben diesem Wärmepumpensystem wahrscheinlich zur Verfügung stellen, weil dann entweder die PV-Anlage muss dann wissen, wie viel muss er eigentlich da wegreservieren oder der Stromanbieter muss das auch wissen. Und deswegen ist es da klaren Dialog und deswegen sind wir auch verfechtet, dass man sowas in der Standardisierung macht, also bei uns in dem Fall Use Cases definiert in dem EE-Bus, wo das beschrieben ist, damit das eben abbildbar ist, weil es nichts triviales ist. es nicht. Ich sage dir, Temperatur ist so und dann macht der andere so. Also die Protokolle sind anspruchsvoller und da sind wir davon überzeugt, dass das eben in diesen Standardisierungsthematiken wie bei EEBus am besten läuft.

Kai Vorhölter:
[49:18] Ja. Also Thema Use Cases, das ist ja auch etwas, wo wir uns als Customer Experience Agentur viel mit auseinandersetzen. Hast du da ein Beispiel, auch vielleicht, wo ihr, sage ich mal, diese Daten in irgendeiner Form anreichert und für den Kunden quasi so eine Mehrwert schafft über euer Produkt hinaus?

Tillmann von Schroeter:
[49:35] Also in dem Energiemanagement-Bereich ist es, also letztendlich ist der Austausch so, dass ein Stromanbieter, sei es die PV-Anlage oder der Stromanbieter sagt, eigentlich morgen sieht es so aus, ich kriege so und so viel Strom und ich kann dir eigentlich zu diesen Kosten, zu diesen Stunden Energie bereitstellen. Welche willst du denn? Und dann geht unsere Seite hin und sagt, okay, also wenn ich jetzt weiß, in dem Haus, die duschen morgens so und die machen das so und das muss ich fürs Heizen haben, dann weiß ich, welche Energie nehme, dann mache ich es mal in der halben Stunde und die brauche ich und das, den Zeit und dann spiele ich dann das zurück. Also das ist die Interoperabilität. Also genau so ein Beispiel hatte ich gesucht. Also ich kriege einen Fahrplan, wann kriege ich wie, zu welchen Preisen Strom. Und dann überlegt sich das System, okay, wenn das jetzt der aktuelle Fahrplan ist. Welche Stromeinheiten will ich mir wann kaufen? Und entscheide das, okay, die würde

ich dann einloggen und dann spiele ich das zurück. Und so ist das Zusammenspiel.

Kai Vorhölter:
[50:35] Man muss natürlich wissen, jetzt ist irgendwie Schule oder Schulferien oder wann stehen die morgens aus? Einfach ist es ja gar nicht.

Tillmann von Schroeter:
[50:44] Ja, also wenn man sich das mal anschaut, muss man sagen, ist 80-20 der Mensch schon ein starkes Gewohnheitsziel. Also die Leute, die jeden Tag der Woche immer das total anders macht, die gibt es auch. Aber es gibt viele Leute, die da schon erhebliche Routinen haben. Und wenn man sich das mal anschaut, wann braucht man Warmwasser, wann sind die Leute zu Hause und nicht, gibt es da sehr viel Muster.

[51:11] Und bei weitem genügend Muster, um dann sich da über Algorithmen optimieren zu können. Ich muss auch sagen, da sind tausend Häuser und dann halten sich mal 20 nicht an das jetzt angedachte Muster.

Kai Vorhölter:
[51:25] Dann ist immer noch ganz viel erreicht.

Tillmann von Schroeter:
[51:28] Dann haben wir immer noch ganz viel verbessert, weil die anderen eben entsprechend gut laufen. Und dann ist bei über 20 Millionen Häusern das Gesetz der großen Zahlen, das Rauschen filtert sich dann weg.

Kai Vorhölter:
[51:38] Sehr schön, cool. Gibt es, ich habe mal neugierig gefragt, in den Daten habt ihr irgendwann mal was so Überraschendes rausgefunden? Wenn man irgendwie denkt, in der deutsche Haushalt.

Tillmann von Schroeter:
[51:51] Wir lernen jetzt ganz viel. Also eine Wärmepuppe hat ungefähr 150 Datenpunkte. Und wenn man das jetzt dann kontinuierlich in eine Fernoptimierung bringt, dann wenn kontinuierlich jemand 250 Datenpunkte schreibt, dann sieht man dann sehr viel. Und deswegen sehen wir auch, dass man damit gut umgeht und diese Daten in der Analytik ordentlich verwendet, kriegen wir es ungefähr hin, nochmal 15 Prozent, 15 bis 20 Prozent Effizienz zu holen, weil wir da mal Dinge nachoptimieren können. Also Betriebszeiten, wir sehen auch, wenn vielleicht an der einen oder anderen Stelle ein System nicht ganz optimal eingestellt oder gebaut ist, kann man schneller intervenieren. Weil, muss man auch sagen, je früher man da rankommt, je früher man sieht, je schneller kann man es abstellen, freuen sich alle, weil am Ende das Dümmste ist. Man hat so ein System, man hat eine Erwartung, so und so warm ist es bei mir und so viel Strom brauche ich dafür. Und wenn die Dinger nicht zusammenpassen mit dem, was jetzt geplant war, ist dann immer Unglück. Und wenn wir jetzt so eine IoT-Lösung da draufhaben, dann sehen wir das halt sofort, wenn die Anlage losläuft und nicht erst nach einem Jahr, wenn die Rechnung vom Energieversorger kommt.

Kai Vorhölter:
[53:01] Ja. Das eine ist ja, sich auf die Gewohnheiten der Kunden anzupassen. Das andere wäre aber auch, was sicherlich auch noch mal ein Hebel ist, dass ich versuche daran zu arbeiten, die Gewohnheiten zu einem Besseren zu bewegen. Habt ihr da auch schon Erfahrungen mitgemacht? Also in Sachen Feedback, was dem Kunde zugespielt wird, zu sagen, du, wenn du jetzt, keine Ahnung, duschst eine halbe Stunde vorher, als Beispiel, ja. Ist eine Änderung deiner Gewohnheit, aber dann wird es noch besser für dich und die Umwelt.

Tillmann von Schroeter:
[53:30] Also momentan ist der Ansatz sehr stark, dass wir sozusagen durch die Puffer das bei uns optimieren. Aber das ist auch nochmal eine Chance. Also man sieht es auch sehr stark, wenn ich jetzt flexibel einschaltbare Waschmaschinen zum Beispiel habe. Also warum geht die jetzt nicht um 11 rein? Bei uns zu Hause auch. Photovoltaik hat eine Leistung. Wenn ich jetzt dann morgens ein Frühstück die Fügemaschine anmache, dann mache ich immer plus zwei Stunden, weil ich weiß, es ist ja besser. Was wir jetzt nicht haben, ist so eine Ampelschaltung. jetzt ist genügend Strom da, da müssen wir noch ein bisschen drüber kauen.

Ich kenne es in Gewerbebetrieben oder in Industriebetrieben, wo dann auch ein Feedback ist, dass dann gerade Leute wissen, in energieintensiven Prozessen, Achtung, jetzt können wir da. Und selbst auch so Waschstraßen für Mitarbeiterautos, okay, mittags geht es, aber morgens um sieben, wenn noch kein Strom da ist, dann sollte man es halt nicht machen. Also da gibt es auch wirklich einfache Sachen. Und ich sehe es zum Beispiel an meiner Mutter, die noch Kriegskind, da war halt Energie was ganz anders. Die weiß, wann Nachtstrom ist und macht so dies und jenes und das. Und wenn ich allein sehe, was dann immer da an Energieeffizienzerziehung ist, sieht man, dass wenn Leute da drauf getriggert sind, haben wir auch noch einen riesen Hebel. Selbst, dass wir das haben, okay, jetzt machen wir mehr Wärme oder jetzt weniger Duschen, haben wir selbst als Ampelschaltung nicht, dass wir jetzt zum Beispiel in der Dusche ein Licht haben. Achtung, Achtung, hier, du hast jetzt schon dreieinhalb Minuten geduscht. Du bist jetzt über dem Mittelwert weit drüber. Jetzt hör mal auf. So eine Einstellung für dich zum Beispiel, aber für meine Kids gut. Die lieben das Duschen ohne Ende. Wo dann der Halbschwabe in mir sagt, Freunde, Also jetzt muss ich jedes Mal eine Viertelstunde duschen.

Kai Vorhölter:
[55:22] Ich sag dir, das gibt es tatsächlich. Ein Kunde von mir, Hansa Obers, die haben so eine, auch patentiert, eine Zähleruhr, die auch angetrieben wird. Da brauchst du nicht mal eine Stromverbindung für, sondern durch das Wasser wird es quasi angetrieben und die kann mir ausrechnen, wie viel Kilowatt Stunden und Liter da durchlaufen. Nur deswegen hatte ich gefragt, diese Art von Feedbacks wollen die meisten Kunden gar nicht haben. Das ist ja oft auch noch so, wenn wir diese ganze ökologische Diskussion haben, dass zwar die Leute immer sagen, sie wollen was machen, aber wenn es darum geht, dann will ich zu handeln und irgendwas zu verändern, dann plötzlich driftet das schon schnell auseinander.

Tillmann von Schroeter:
[56:02] ich glaube, es muss einfach ein schon mal ein charmantes Feedback gehen, weil dann passen die Leute schon oder reagieren da drauf. Also ich glaube, da sind unsere Kunden in China eins weiter, weil die machen ja alles mit dem Handy, auch unter die Dusche. Also die adaptieren die Temperatur mit dem Handy unter der Dusche. Und wenn ich das immer habe, kann ich da direkt auch den Warmwasserverbrauch ausspielen. Also wenn wir jetzt…

Kai Vorhölter:
[56:24] Oder die Leute haben eine Beepzeit oder sowas.

Tillmann von Schroeter:
[56:27] Also wenn wir jetzt in Deutschland es dahin kriegen, dass alle auch ihr Handy mit unter die Dusche nehmen, dann haben wir das Frontend. Bisher in den meisten haben wir es noch nicht. Das wäre eine spannende Sache, wie wir da nochmal ein bisschen Wasser auf die Bremse kommen.

Kai Vorhölter:
[56:44] Das war tatsächlich eine Frage, die ich mir vorher notiert hatte. Klar, du bist jetzt Geschäftsführer in Deutschland, aber kann man so ein bisschen, wenn du nochmal so global schaust, gibt es international Dinge, wo man sich nochmal Sachen abschauen kann?

Tillmann von Schroeter:
[56:56] Auf jeden Fall. Also klar, der ganze Umgang mit. Smart Devices finde ich ist im asiatischen Raum nochmal ein Ticken schneller und das ist immer Inspiration. Und ich merke dann immer in mir, Handy unter der Dusche, wer hat denn das gebraucht? Dann denke ich immer, jetzt rede ich schon ein bisschen wie meine Mutter. Also ich finde, es ist superspannend und es hilft uns auch. Ich meine, unterschiedliche Geografien haben unterschiedliche Reiz Klimata. Und da zu sehen, was da passiert, hilft einfach früher dran zu sein. Und ich glaube, da… Je früher man sich damit auseinandersetzt, desto schneller ist man offen, desto schneller hat man neue Lösungen und das ist eine Riesenchance und es wird alles in Deutschland benötigt, entwickelt etc. Also da eine Offenheit zu haben für die unglaublich schönen Aspekte, die es in anderen Ländern gibt, ist nur eine Chance. Und wir sind ja auch eine sehr internationale Company.

Deutschland ist sicherlich ein wichtiger Markt, aber die Familie ist derweil sehr groß und ein Großteil unseres Geschäfts ist ja im Ausland.

Kai Vorhölter:
[58:07] Ja, also ich erinnere mich tatsächlich schon jetzt lang her, aber als Student habe ich ein halbes Jahr in Japan mal gelebt und zwar in einer Gastfamilie und da war es ja auch schon die Norm, das war jetzt 2000, dass natürlich die Badewanne hat gesprochen, also noch weit vor Alexa sonst was, die hat sich gemeldet, wenn das Wasser gefüllt war. Natürlich hat das Klo auch mit dir gesprochen. Und da war schon eine ganz andere, wie du sagst, eine technische Affinität, aber auch dieses im Bad oder im Haus zu interagieren, auch schon ganz anders da.

Da waren Smartphones gerade, also Handys waren sehr verbreitet, aber Smartphones gabesjanochgarnichtsoinderVorstellung.

Tillmann von Schroeter:
[58:48] Wenn wir uns jetzt anschauen, was jetzt alles in der digitalen Pipeline ist, da wird sich in den nächsten fünf, sieben Jahren unfassbar noch viel ändern.

Kai Vorhölter:
[58:55] Das ist doch schon meine perfekte Überleitung zur Schlussfrage. Ich habe immer meine Glaskugelfrage, dass ich immer so ein bisschen, wenn ich schon so einen Branchenexperten wie dich da vor mir habe, vielleicht noch ein bisschen Blick nach vorne zu werfen.

Was wird noch kommen rund um das Thema Heizen, Warmwasser in den nächsten 15 Jahren? Was werden wir noch mehr erleben und noch vielleicht was ganz anderes?

Tillmann von Schroeter:
[59:23] Also wir werden die Dekarbonisierung massiv vorantreiben. Das wird kommen.

Kai Vorhölter:
[59:31] Durch das, was du eben oder ganz im Anfang schon ausgeführt hast, also dieses Thema Speicherung immer mehr. Wir haben eigentlich schon wahnsinnig viel auch Energieerzeugung über alternative Formen. Nur die Frage ist halt immer noch, haben wir es zur rechten Zeit?

Tillmann von Schroeter:
[59:43] Naja, also ich glaube, wir werden flexible Stromtarife kriegen. Wir werden es sehr viel stärker flexibilisieren, digitalisieren. Das ist zumindest meine große Hoffnung, weil das ist eben auch eine riesen Effizienzchance. Also das wird auf jeden Fall kommen. Ich glaube, dass wir in dem ganzen Bereich viel mehr Services bekommen. Also bei Heizung ist man schon noch so, wie man im Automobil vor 25 Jahren war. Das ist mal Heiligsflächle. Das ist da. Ich glaube, das wird mit anderen Generationen, man möchte eine nachhaltige Versorgung eines Hauses haben und Dienstleistungsmodelle werden immer wichtiger.

Kai Vorhölter:
[1:00:24] Kannst du da ein Beispielfür bringen?

Tillmann von Schroeter:
[1:00:28] Ja, also warum muss ich denn die Heizung besitzen? Kann mir auch jemand anders hinstellen und ich kaufe einfach nur die Wärme und das ist vernetzt. Irgendwann kaufe ich vielleicht auch eine ganze Infrastruktur mit einer Möglichkeit. Also zum Beispiel, es gibt Mehrfamilienhausbesitzer, die integrieren dann bis zu Carsharing da rein.

[1:00:50] Wir organisieren dann eigentlich diese ganze Medienversorgung von, ich habe PV obendrauf und biete dir Mieter auch Strom. Ich lade darüber eine E-Mobilität, du kannst darüber ein Carsharing betreiben. Und dann nutzt der Mieter da eine ganze Infrastruktur sehr effizient.

Kai Vorhölter:
[1:01:15] Das finde ich ein spannender Aspekt, weil bei PV hast du das ja schon, viel mehr, dass man sagt, diese Mietmodelle, mir gehört die Anlage gar nicht auf den Dach, aber das quasi dann diese, dass auch in euren Bereich noch viel stärker reinkommen könnte, dass ich die keine kaufen kann.

Tillmann von Schroeter:
[1:01:32] Ja, also da, ich glaube, wir sehen ja jetzt auch sehr viele Green-Tags, also da haben sich ja viele, also sei es aus der Versorgungsseite wie Octopus oder ein Aira, ein 1,5, Endpart, also sehr viele auch auf den Weg gemacht, stärker zu integrieren und einen Gesamtservice zu bieten. Ich glaube, dass das macht es einfach super viel einfacher. Da muss ich mich um viele Sachen nicht kümmern und ich glaube, dass das für viele schon verfängt.

Ich kriege es, man sieht es ja auch am ersten Schritt im Automobil-Leasing, jetzt die

ganzen Carsharing- Angebote in den Innenstadt. Ich kann auf eine Mobilität zurückgreifen, muss es besitzen und muss es jetzt dann auch immer nur für mich haben. Ich glaube, da wird der Mensch mit der Zeit andere Modelle auch kennenlernen. Und da werden wir auch bei uns Dinge sehen. Also das würde ich Dekarbonisierung stärker in Services und das stark vernetzt. Das sind, glaube ich, die zwei wesentlichen Vektoren.

 

Kai Vorhölter:
[1:02:33] Was heißt das denn für euch als Vaillant?

Tillmann von Schroeter:
[1:02:36] Naja, dass wir da… Bei dem ganzen Thema erneuerbare Energien, dass wir da eben auch kontinuierlich daran arbeiten müssen, dass wir führende Technologie haben, weil da ist ein Battle. Sie haben am Anfang gesagt, da gibt es jetzt auch viele Asiaten, die da rein sind und da gilt es gegenzuhalten, dass wir innovative Technologie haben, die der Kunde haben will. Und also das ist ein Thema und bei dem anderen Thema mit den Dienstleistungen ist einmal das ganze Thema Vernetzung also wie ist die Interoperabilität, weil wenn ich dann ein Gesamtsystem anbieten will, müssen die Komponenten miteinander sich unterhalten und dann müssen wir halt auch schauen wie stark, erbringt dann diese Dienstleistung Partner und wie stark gehen wir auch für gute Dienstleistungen dahin, dass wir das selbst anbieten und da wird es eine Mischung sein von.

Kai Vorhölter:
1:03:32] Super. Vielen Dank, Tillmann. Was mir am meisten gefallen hat, ist, wenn wir über Customer Experience reden oder Management, dann sagen wir immer, idealerweise gewinnen halt alle, also der Hersteller, die Marke, der Kunde selber und aber auch die Umwelt oder die Gesellschaft. Und ich finde, du hast wunderbare Beispiele gegeben, wo du gesagt hast, okay, ihr seid da ein Element, ein wichtiges für das Haus, ja, aber die Frage ist, wie spiele ich am Ende mit anderen Dingern im Haus zusammen, damit am Ende eine bessere Lösung für den Kunden rauskommt und somit dann auch für unsere Umwelt. Von das habe ich sehr, sehr viel gelernt und danke dir sehr für das tolle Gespräch.

Tillmann von Schroeter:
[1:04:18] Dank dir, dass du hier den Weg gesucht hast, hergekommen bist. Hat Spaß gemacht, mit dir zu diskutieren, mich mit dir zu unterhalten.

Kai Vorhölter:
[1:04:25] Ja, vielen Dank.

Alexandra Gerstung

„Die Welt soll Ihre Marke sehen? Melden Sie sich bei uns.“

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Alexandra Gerstung
Business Development Manager